FÖJ-Blog Steffen 2013-14

Die Zeit vergeht wie im Fluge...

...und leider auch das FÖJ!

So oder so ähnlich muss es wohl meinem zweiten Nachfolger Fabio momentan ergehen: Vor genau zwei Jahren war noch ich an seiner Stelle und habe mir gedacht "eigentlich verging die Zeit hier auf dem Biohof ruckzuck: gelungener Einstieg mit der Kirmes, 3. Schnitt, Beginn der Winterfütterung und die  beginnende Heizsaison mit der stetig wachsenden Holzhackschnitzelanlieferung zum Heizwerk, Weihnachten, Tiere sortieren und Blutproben nehmen als erste große Aktion im neuen Jahr, in großen Schritten auf den 1. Schnitt zu, gefolgt vom Kultursommer 2014 in Hachenburg mit dem Strohlabyrinth, Abschlussseminar auf der Lovis und 'ganz nebenher' noch über das Jahr die zwei Kirmeskühe Albertine und Luise auf ihren großen Auftritt vorbereiten."

Und dann war mein FÖJ auch schon zu Ende. 
Aber nach nur knapp zwei Wochen war ich schon wieder zurück auf dem Biohof, da die große Kirmes mit unseren zwei Hauptdarstellerinnen Albertine und Luise anstand.
Alle haben sich in ihr mittelalterliches Gewand geworfen und hatten einen unvergesslichen Abend und Albertine und Luise haben ihren "einstudierten Akt" fabelhaft gemeistert!!

 

Einmal quer durch Halbeuropa und doch wieder fast zurück in die Heimat

Direkt von Hachenburg sind mein bester Kumpel Matthias und ich mit unseren Motorrädern in Richtung Nordkapp aufgebrochen. Kaum in Nordskandinavien angekommen hat uns auch schon der Regen eingeholt. Die Tour wurde, trotz der vielen Nässe, ein unvergessliches Erlebnis und wir sind wieder heil nach Hause gekommen! (Auch wenn wir am Nordkapp 5°C, Nieselregen und starken Wind hatten).

Mittlerweile studiere ich, wer hätte es auch anders erwartet, Agrarwissenschaften im 4. Semester in Hohenheim. 
Ja, ich weiß, ein Badner, der erst im Westerwald gelandet ist, hat sich ins Schwobeländle (Fabio's Heimat) verirrt. Aber ich muss zugeben: mir gefällt es hier verdammt gut und das Studium ist genau das Richtige für mich!

Zwischendurch arbeite ich in den Semesterferien im Sommer auf landwirtschaftlichen Betrieben als Erntehelfer. Letzten Sommer war ich auf einem Betrieb der Südzucker AG in der Nähe von Heilbronn und am 22. Juli zieht es mich dieses Jahr für 10 Wochen nach Rügen.

 

"Von Lupine bis Limousin - Quer durch Rheinland-Pfalz"

So lautete das Motto bei einer Exkursion, die ein Kommilitone und ich dieses Sommersemester im Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Ökologischer Landbau bei uns an der Uni organisiert hatten.

Neben einem Bio-Lupinen- und Sojaverarbeiter haben wir einen Bio-Lupinen- und Sojaanbauer in der Südpfalz, sowie ein Demeter Weingut und den landwirtschaftlichen Betrieb des Klostergutes Maria Laach besichtigt. Den gelungenen Abschluss hatten wir im schönen Westerwald hier auf dem Hof, wo wir, wer hätte es anders erwartet, den Schwerpunkt auf die ganzjährige Weidehaltung, das etwas andere Silierverfahren und die Kompostierung gelegt hatten.

Als kleine Stärkung für den doch etwas längeren Heimweg nach Stuttgart hat Iris ihre köstlichen "Hachenburger" gemacht.

 

 

 

 

Fast nach dem Motto "Alles hat ein Ende..."

...ist es in zwei Wochen wieder einmal soweit:
Svenja als 
neue FÖJ'lerin tritt in Vera's, Fabio's und meine Fußstapfen.
Ich wünsche ihr mindestens genauso viel Spaß, Freude und Interesse, wie ich damals hatte!
Zudem bin ich mir sicher, dass ich ab und an wieder in Hachenburg aufkreuzen werde-als eine meiner Wahlheimaten.

 

...ein Klotz zum Abschied...

Am 31. Juli war es so weit: der letzte Tag meines FÖJ's neigte sich dem Ende zu. Nach meinem letzten gemeinsamen Kaffee mit der neuen FÖJ'lerin Vera stand noch eine kleine Zeremonie im privaten Kreise an.
Als Symbol für diesen Blog auf der Hofhomepage überreichte ich Vera einen, nicht gerade leichten, Holz-FÖJ-Blog, womit ihr FÖJ offiziell begann und meins fertig war.

Für mich gehts jetzt ersteinmal auf eine Motorradtour zum Nordkapp und auf dem Rückweg werde ich hier sicherlich mal wieder vorbeischneien, um zu schauen, wie sich Vera so eingelebt hat.

Ab sofort hat sie das Zepter hier in der Hand.

Bis dahin, alles Gute!!

 

Nach einer langen Zeit nun neue Bilder mit ein paar Sätzen...

Den Anfang mach' ich mit einem kleinen Schwank aus der Rubrik "Stars vom Biohof"

Die zwei tüchtig heranwachsenden Damen von unserer Schaufensterweide vor dem Hof schlagen sich prächtig:
Mittlerweile reicht es nicht mehr, nur mit ihnen spazieren zu gehen - egal ob Berg rauf oder runter. Nein, es werden Kanaldeckel unter die Lupe genommen oder sogar die grünen Mülleimer im Burggarten, aus denen, wie jeder weiß, auf einmal kleine Männchen raushopsen und einen erschrecken könnten. Aber diese Gefahren sind weitestgehend gebannt. Nur Luise (Mitte) hat noch das ein oder andere Mal ein Problem mit den Kanaldeckeln.

Eine Steigerung im Trainingsprogramm wurde am Pfingstsonntag eingeführt, als es zur Fanfarenprobe der Kirmesgesellschaft im Burggarten ging. Nach ersten misstrauischen Blicken spazierten die beiden Ladys durch das Spalier, wie sonst nur alltäglich über die Weide. Einen etwas schnelleren Schritt legte dabei nur Albertine (links) hin, der die ganze Sache noch nicht ganz so geheuer war, aber das gibt sich noch und weitere Steigerungen werden folgen.

 

240 Strohballen und nur einen Ausweg...

...gab es bei unserer Aktion zur Kultursommereröffnung Anfang Mai.
Innerhalb von eineinhalb Tagen wurden die Strohballen von den Hängern abgeladen, in den Burggarten gefahren und (mehr oder weniger) nach dem von Iris ausgearbeiteten Plan aufgesetzt. Zwischendurch kam es zu ein paar Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Stand der Strohballen (der Länge nach, quer, weiter rechts oder links), aber was zählt: Am Ende hatten alle Kinder und der ein oder andere Erwachsene Spaß an der Suche nach dem richtigen Weg.
Auch unsere zwei Rinder hatten ihren Platz vor dem Strohlabyrinth eingenommen und die vielen Streicheleinheiten und Bilder sichtlich genossen. Und wenn der ein oder andere die Antwort der einen Quizfrage ("Haben Kühe oben Schneidezähne?") nicht so wahrhaftig glauben wollte, haben wir es an unseren zwei lebendigen Darstellerinnen gezeigt.

 

150ha x eine Hand voll Arbeiter x 4 Maschinen x 5 Tage = satte Kühe

Das war was:
Beim 1. Schnitt Ende Mai wurden alle verfügbaren Kräfte gefordert, um die erste Silageernte erfolgreich zu stämmen.
Keine halbe Woche nach meinem 4ten Seminar, welches nur einen Steinwurf vom Hof entfernt im FBZ statt fand, hieß es: Maschinen richten und loslegen.
Donnerstags haben wir die Maschinen aus ihrem Winterschlaf erweckt, wobei Tobias sich den grßen Schlepper mit Mähwerken und ich mir den "kleinen" Schlepper (mit gerade mal 150PS) inklusive Wender, vorgeknöpft haben. Die folgenden zweieinhalb Tage wurde dann von morgens bis abends gemäht bzw gewendet und alles lief reibungslos...bis auf einen Keilriemen, der keine Lust mehr hatte, seine Runden zu drehen und dabei den Kühlerschlauch auch gleich mitnahm. Alles kein Problem, wenn nicht Sonntag gewesen wäre, aber nach etwa 3h war das Problem gelöst und es ging weiter.
Den folgenden Tag habe ich dann weiter gewendet, während Tobias mit dem Wender die ersten Schwaden vorbereitet und Christoph die Radlader gerichtet hat.
Am Dienstag kam dann die Presse und das gesamte Silo war bis Donnerstagmittag gegen 14 Uhr gepresst und unter der Folie.
Das alles hätte nicht ohne den tadellosen Essens- und Kuchenservice von Iris geklappt!

 

Mein allererstes Projekt ist nun auch beendet!

Schon im September habe ich die alte Kräuterschnecke, die nicht mehr unbedingt als solche zu erkennen war, abgebaut und zusammen mit Iris wieder aufgebaut. Den ganzen Winter über hat sich dann seltenst das ein oder andere Schneeflöckchen drauf verirrt. Mehr ist aber nicht passiert...bis der April da war.
An einem Freitagnachmittag haben wir mit fachlicher Unterstützung den Großteil der Kräuter eingepflanzt. Die Vielfalt reicht von Schnittlauch und Petersilie über Koriander und Rosmarin bis hin zu, vielleicht nicht so bekannten Kräutern, Olivenkraut, Guter Heinrich, Lungenkraut und Indianerkraut.

 

Eine Tüte Allerlei

Des Weiteren lief "nebenher" die ganz alltäglichen Dinge weiter: in größeren Abständen Hackschnitzel zum Nahwärmekraftwerk fahren, Herden umweiden, Wasser fahren, Mulchen und und und...

In den letzten Wochen hat sich auch noch ergeben, dass ich mein FÖJ als Ausbildungsjahr anerkannt bekomme. Das hieß für mich Ende Mai nach Dausenau zu fahren für die praktische Zwischenprüfung und letzte Woche nach Koblenz für den theoretischen Teil. Vielleicht mach' ich nach meinem Studium noch das dritte Ausbildungsjahr, je nach dem, was kommt...



Auch die viele neuen Kälber haben sich gut weiterentwickelt und mittlerweile viele Kilos zugelegt.

Die Rinderherde samt Brötchen vergötternder Leitkuh auf den Flächen beim Kloster Marienstatt wachsen und wachsen.
Mit der Zeit weicht die Angst auch der Neugier. So wird der leere Brötcheneimer vorsichtig angestupst und erschrocken zwei Meter zurück gewichen, wenn er dann ganz unerwartet umfällt oder jeder, der die Weide betritt, ganz genau von 38 Rinderaugen begutachtet. Lediglich die Leitkuh ist nicht aus der Ruhe zu bringen - egal was oder wer da ankommt.

Am Dienstag kommt noch eine Schulklasse zu Besuch und ab Mittwochnachmittag werde ich dann eineinhalb Wochen Urlaub mit dem Abschlussseminar im direkten Anschluss genießen.
Wenn ich dann Anfang Juli wieder auf den Hof komme, heißt es auch bald für mich: Zeit zum Koffer packen...aber bis dahin will ich noch nichts von einem Ende des FÖJ's wissen!

 

Es ist viel passiert...

...in den letzten Wochen, weshalb ich leider erst jetzt dazu komme, wieder einen Bericht zu schreiben.

Nach meinem letzten Stand der Dinge, hatte ich gegenüber im Forstamt meinen Sägeschein, den ich schon seit ein paar Jahren machen wollte, endlich gemacht und bestanden.

Kaum wieder auf dem Betrieb, hatte ich bei Boppard im Waldjugenheim Kolbenstein mein drittes FÖJ-Seminar mit den Themenschwerpunkten Energiegewinnung, -sparen und -management. Die einzelnen Themen waren sehr informativ, wobei aber das gesellige Ausklingen des Abends mit den anderen FÖJ'lern ebenfalls sehr gut war.

Dann ist auch schon die Woche Seminar im Fluge vorüberger gegangen  - und auf dem Hof war schon die Vera, die sich für den FÖJ-Platz nach meinem Jahr beworben hat, zum Probearbeiten und kennen lernen da.

Die darauffolgende Woche bestand aus den üblichen Arbeiten zu dieser Jahreszeit: Füttern, Wasser zu den Weiden fahren, Hackschnitzel fahren und und und...wobei Christoph und Iris von Mittwoch bis Sonntag in der Schweiz bei ihrem älteren Sohn waren und mir die Tiere und den Betrieb anvertraut haben. Zum Glück war alles wie immer und ohne Probleme.

Am Sonntag hatte noch der jüngere Sohn seinen 17ten Geburtstag, wofür ich die obige Schwarzwälder-Kirsch-Torte aus der Heimat kreiert habe.

Heute hatten dann die Bullen- und die eine Mutterkuhherde das Vergnügen mit uns: Es mussten Schlachtbullen aussortiert, die Absetzer abgesetzt und die Ohrmarken der Mutterkühe kontrolliert und für die Blutprobenentnahme am Freitag vorbereitet werden.
Am Ende waren wir dann doch ziemlich geschafft und waren froh, endlich alles hinter uns zu haben.
Zitat von Christoph: "Unser Hirn ist jetzt Matsch und freut sich auf den Abend auf dem Sofa..."


Der kleine Ausblick:
Am Mittwoch fahren Christoph und ich nach Hessen, um bei einer Veranstaltung von Bioland als Referenten den Betrieb vorzustellen und Rede und Antwort zu stehen.
Am Freitag steht dann die alljährliche Blutprobenentnahme bei den etwa 80 Mutterkühen an und in den nächsten Wochen werden wir dann auch damit anfangen, das Holz für die Hackschnitzel aus dem Wald zu holen und auf dem Platz zu lagern, bis dann im Sommer der Hacker kommt.

 

Der erste Neuzugang von diesem Jahr...

...hatte keine Lust auf einen Weidewechsel

Am zweiten Arbeitstag im neuen Jahr stand der Umtrieb der einen Mutterkuhherde auf eine andere Winterweide an, da die alte doch etwas unter dem zu warmen Dezember und den Regen leiden musste.

Wie sonst auch, wurden erst die leeren Futterraufen und die Wasserwanne umgesetzt und gleich wieder gefüllt. Danach sollten dann die Kühe, Kälber und Deckbullen dem Radlader folgen, der mit einem vorzüglichschmeckendem Siloballen auf der Gabel die Marschrichtung angeben sollte...wie schon gesagt, er sollte:
Kaum aus der alten Weide entlassen, ging es erstmal in den anliegenden Wald, sich ordentlich an den Bäumen und Sträuchern schrubben. Dann, wer hätte es anders erwartet, ging es per Abkürzung über einen unbefestigten Weg und einer folgenden Wiese zu der neuen Weide, die die Kühe von den vorherigen Wintern kannten.

(Nebenbei erwähnt, der Radlader samt Siloballen und FÖJ'ler war uninteressant geworden)

"Zurückgeblieben" ist lediglich eine frischgebackene Mutter mit ihrem Kalb aus der letzten Nacht. Da aber auch die beiden dazugehören und das Kalb noch wacklig auf den Füßen war, haben wir es auf den Ballen gelegt und so kam es in den vorzüglichen Chauffeurservice des Hofes, wobei die Mutter allerdings laufen musste, da für sie leider kein Platz mehr war.

Der klitzekleine Haken an der Sache für das Kalb war, dass es gleich seine Ohrmarke bekommen hat und in die ach so tolle HITTierliste aufgenommen wurde...der/die künftige FÖJ'lerIn wird dann wissen, wovon ich rede^^


Ansonsten steht im Moment sehr viel Silo füttern auf dem Plan, Wasser zu manchen Weiden fahren und dies und das an Kleinigkeiten.
Achja, das angemietete Sieb, mit dem wir den geschredderten Kompost absieben wollten, hat nach 2 Tagen Arbeit den Geist aufgegeben. Mal schauen, was daraus wird und wann endlich der heißersehnte Frost kommt...

 
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