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Wie die Zeit doch verfliegt …

Ich fange Mal direkt mit meinem Highlight vom September an – die Siloernte.
Zu Beginn des Monats wurde der Großteil der Wiesen (ca. 100-120 ha) gemäht und das Gemähte anschließend gewendet. Dadurch war es auf der Wiese verteilt, sodass es besser trocknen kann. Dabei durfte ich auf dem Traktor mitfahren und Christoph ließ mich sogar selbst fahren. Das hat richtig Spaß gemacht! 😉

Einen Vorteil hatte das Silo machen für mich auf jeden Fall, jetzt weiß ich annähernd, wo die ganzen Wiesen liegen. Doch nicht nur das, auch das gemeinsame Arbeiten hat richtig Spaß gemacht. Es war zwar teilweise anstrengend, aber dadurch, dass es ein Gemeinschaftsprojekt war, habe ich das erst abends im Bett gemerkt. Alle Beteiligten wussten, was sie zu tun hatten und ohne einen Teil der Kette hätte es nicht funktioniert:
Der Schwader hat das Gemähte in Reihen gezogen, sodass die Presse Ballen daraus machen konnte. Der Radlader hat dann die auf dem Feld verteilten Ballen eingesammelt und die Anhänger beladen. Die wiederum fuhren zum Siloplatz, wo sie wieder abgeladen wurden. Zum Schluss musste das Silo noch mit einer Folie abgedeckt werden, auf die Hügel kam dann noch Erde, sodass das Silo unter Luftabschluss gären kann. Als wir fertig und alle Ballen sicher verpackt waren, wurde hier ein kleines “Erntedankfest” mit allen Helfern gefeiert. Denn der letzte von insgesamt drei Schnitten im Jahr beendet gewissermaßen die Saison, gleichzeitig freut man sich aber schon auf die neue Saison. Das besondere an diesem Jahr war die große Menge an Silo – über 700 Ballen. Zum Vergleich, so viele Ballen hatten sie nicht mal beim ersten Schnitt (normalerweise der ertragreichste Schnitt im Jahr) letztes Jahr. Daran kann man perfekt erkennen, welchen bedeutenden Einfluss das Wetter auf die Natur und in diesem Fall auf die Futterherstellung hat.

Danach stand für mich das erste Seminar innerhalb des FÖJs an, das in Carlsberg stattfand. Genaueres dazu findet ihr in dem Blog “Die Natur des Menschen und Menschen in der Natur”.

Außerdem kam der reparierte Ofen für die Hackschnitzelheizung wieder hier auf dem Hof an, den wir dann mit ein wenig Fingerspitzengefühl eingebaut haben. Die nächste Baustelle folgte kurze Zeit später. Das Getriebe der Förderanlage war defekt und musste ausgetauscht werden. So schraubten und bohrten wir auch da, bis das Getriebe erfolgreich ausgetauscht war. Nun kann der tiefe und kalte Winter kommen, denn die Heizung läuft wieder 1a.

Was natürlich auch nicht fehlen darf, sind die morgendlichen Futterrunden, wobei man der Natur beim “aufwachen” richtig schön zuschauen kann.

Am Ende des Monats ist noch etwas Faszinierendes hier auf dem Hof passiert. Die Jungs haben einen neuen Hochsitz gebaut und er musste vor dem nassen Wetter noch zu seinem Stellplatz. Ich hatte mich die ganze Zeit schon gefragt, wie das große Ding an seinen endgültigen Platz kommt. Na ja, an sich ganz einfach, mit dem Radlader natürlich. So schwebte die kostbare Fracht vorne am Radlader. Es ging über Stock und Stein, und als auch das letzte Hindernis erfolgreich überwunden war, strahlt er nun mit seiner ganzen Pracht auf der Weide.

Wie ihr sehen könnt, ist hier auf dem Hof immer was anderes zu tun, so dass einem nie langweilig wird.

Bis zum nächsten Blog! 😉