FÖJ-Blog Vera 2014-15

- Der dritte im Bunde -

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Genau ein Jahr nachdem ich von Steffen den FÖJ-Blog überreicht bekommen habe, darf ich ihn jetzt auch weitergeben. Und zwar an Fabio aus dem Schwobaländle! Ich bin gespannt, was die dritte FÖJ-Generation auf dem Biohof so treibt und freue mich jetzt schon auf schöne Berichte und Fotos.

Ab jetzt hat er hier das Zepter in der Hand!

Auch ich werde in den nächsten Wochen mal wieder vorbeischauen. Bis dahin weiß ich hoffentlich wo ich studieren werde.

Ich wünsche dir, Fabio, ein wunderbares Jahr auf dem Hof!

 

 

Die Reise geht weiter

Momentan haben wir immer wieder auswärtigen Besuch. Auf „Aktuelles“ könnt ihr etwas über den Besuch der Bioladen-Kunden lesen. Letztens war auch ein Erdkunde Leistungskurs (11. Klasse) bei uns um sich über (biologische) Landwirtschaft im Westerwald zu informieren. Bei solchen Gelegenheiten lass ich es mir nicht nehmen über mein FÖJ und alles was dazugehört zu berichten.

Ende Juni hatten wir FÖJ-Abschluss-Seminar. Ein Segel-Törn auf der dänischen Südsee, einem Teil der Ostsee. Unter Anleitung der vierköpfigen Crew setzten wir selber Segel der LOVIS und bestimmten unseren Kurs. Wie steht der Wind, wohin können wir fahren, was wollen wir sehen? Neben dem Segeln und Navigieren befassten wir uns über die Tage zum Beispiel mit der Ökologie der Ostsee, ihrer Geschichte, dem Schiff LOVIS, Plastik im Meer oder der Überfischung. Zeit war aber natürlich auch für Massage-Runden und Gitarren-Sang. Unserer Seminar-Gruppe hat die Zeit auf dem Schiff viel gegeben. Wir freuen uns jetzt schon aufs erste Nachtreffen! Und frei nach unserem Motto:

Create our World, it’s up to you! You can change the Course!

Ich bin gespannt wo für jeden die Reise hingeht…

Ich genieße jetzt die letzten Wochen als FÖJlerin auf dem Hof. Wo für mich die Reise hingeht, erfahre ich verumutlich erst im August, wenn sich die Unis zurückmelden.

 

 

Meine ersten Erfahrungen VOR der Kamera

Man erlebt einiges als FÖJler. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Von Seminaren für Bullenhalter über Interviews für einen Zeitungsartikel bis zu, und das hätte ich vorher nicht geglaubt, Filmarbeiten für eine Dokumentation im SWR Fernsehen!

Sabine, die Redakteurin der Sendung mit dem passenden Namen "Natürlich!", kam vor einigen Wochen auf den Hof um sich ein Bild zu machen. In der viertelstündigen Reportage sollten alle Standbeine des Biohofs vertreten sein. Da gehören die Hackschnitzel und das Nahwärmewerk genauso dazu wie die Kompostierung von Grünschnitt und natürlich (!) die Mutterkuhhaltung. Auch das FÖJ sollte eine Rolle spielen.

Am 19.05. war der Drehtag gekommen. Ein sechsköpfiges Filmteam. Zwei Kameramänner, zwei Ton-Beauftragte, die Redakteurin und der Moderator. Ein paar Eindrücke von sieben Stunden Drehzeit könnt ihr in der Galerie bekommen.

Hier seht ihr mich mit Axel, dem Moderator. Er ist übrigens auch Blogger. "U wie Umwelt" nennt sich die Seite und behandelt die unterschiedlichsten Umweltthemen.

Was letztendlich aus dem Filmmaterial geworden ist werden wir erst am 09.06.15 um 18:15 im SWR erfahren. Also schaltet alle ein, wer es nicht rechtzeitig schafft, kann sich auch mit der SWR Mediathek behelfen.

 

Alles fit für den Sommer?

Die ersten sommerähnlichen Tage kommen, teilweise haben wir echt schon T-Shirt-Wetter. Herrlich...

Schleppen

Beim Schleppen wird ein schweres "Netz" aus Ringen und Ketten über die Wiese gezogen. Sie liegt direkt auf dem Boden, dadurch werden Maulwurfshügel, Fahrspuren oder Raufen-Plätze und alle anderen Unebenheiten glattgezogen. Dadurch wird die Weiden-Oberfläche gerade und sie lässt sich beim Mähen besser befahren. Außerdem kommt beim Silo-Machen nicht so viel Erde in das Gras.

Walzen

Das passiert nachdem wir geschleppt haben. 6 Tonnen wiegt das runde Ding!!! Unglaublich, da brauch man ein schweres Gerät vorneweg um die zu bewegen. Die Walze verfestigt den durchs Schleppen aufgelockerten Boden und schließt unterirdische Gänge. Das schließt die unterschiedlichen Ebenen wieder zusammen und der Boden kann seine volle Kraft entfalten.

Zaun

Wenn die Kühe dann im Sommer auf die Weide sollen, muss der Zaun drumherum einwandfrei sein. Ein paar Pfähle eindrücken, ein bisschen Draht spannen und fertig! So einfach es sich anhört, es ist ein Knochenjob und alles Handarbeit. Den dicken Draht zu schönen Schleifen zu drehen und alles so zu verbinden, dass der Strom am Ende dalang läuft wo er lang soll.. Puh! Auf dem Foto sieht man die letzte Arbeit, wenn der Zaun soweit fertig ist. Auf die runden Spanner wird mit dem Schlüssel solange Draht gewickelt bis er stramm ist und mit einem Bügel fixiert.

Alles fit für den Sommer!

 

Frühlingsgefühle

Kochen mit Iris und Vera

Iris und ich haben im Januar angefangen einmal in der Woche eine Art Koch-Treff zu machen. Da sie gelernter Koch ist, kann sie mir allerlei Tips und Tricks zeigen. Zum Beispiel wie man eine Ananas richtig zerlegt oder Orangen filetiert, was man Vielfältiges mit Grünkohl aus dem Garten machen kann (Chips, Pesto,...), warum und wie man etwas blanchiert und, ganz wichtig, wie man es hinbekommt, dass alles zusammen gleichzeitig fertig wird! Jeden Freitag bereiten wir zusammen das Mittagessen zu und probieren auch gerne neue Dinge aus.

Jetzt freuen wir uns auf die frischen Kräuter, die nach und nach aus der Kräuterschnecke sprießen werden und unsere Zubereitungen verfeinern!

FÖJ-Aktuell

Da ich eine der zwei Gruppensprecher meiner Seminargruppe bin und es so langsam in die heiße Phase der FÖJ-Projekte geht, stehen hier immer mal wieder Telefonkonferenzen mit den anderen Sprechern aus RLP an. Wir tauschen uns dabei über den Fortschritt in einzelnen Arbeitskreisen und über zukünftige Termine aus. Außerdem starten viele FÖJler Aktionen, die dann über uns Sprecher in ganz RLP verkündet werden. Das bedeutet fleißig Emails beantworten und weiterleiten, damit auch alle 120 RLP-FÖJler die Möglichkeit haben mitzumachen.

Arzt-Termin

Im Februar hatten alle Mutterkühe der Herde Kalenbach einen Arzttermin. Bei allen Tieren die älter als zwei Jahre sind, mussten Blutproben gezogen werden, die dann analysiert wurden. Bei 50 Tieren ist das aber nicht mal eben so gemacht. Zunächst mussten sie alle in die Fanganlage getrieben werden um dann einzeln durch den Behandlungsstand zu laufen. Am Schwanzansatz wurde den Tieren vom Veterinär dann das Blut abgenommen.

Das hört sich bestimmt easy an, man braucht aber 7 tatkräftige Helfer und einen ganzen Tag um die Aktion über die Bühne zu bringen. Parallel haben wir die Absetzer, das sind die Kälber die nach etwa einem halben Jahr von der Mutter getrennt werden, aussortiert. Letzten Mittwoch haben wir das gleiche Prozedere mit der Mutterkuh-Herde Ziegelhütte abgehalten.

Bereich Ö(ffentlichkeits)-Arbeit

Am 10.-11. März waren Iris, Christoph und ich zu einem Seminar der Stiftung für Ökologie und Landbau (SÖL). Dabei ging es um artgerechte Bullenhaltung und Christoph war als Referent zum Thema „Bullen in der Weidehaltung“ eingeladen. Meine Aufgabe war es dabei diesen Vortrag mit Bildern zu untermalen. Seit November war ich also auf der Suche nach Schnappschüssen um den Betrieb und speziell die Bullenhaltung authentisch darstellen zu können. Wir überlegten uns also auch ein Konzept, wie der Vortrag aufgebaut sein soll. Iris konstruierte eine Mindmap zu der ich die passenden Fotos aussuchte und in die richtige Reihenfolge brachte. Schließlich ging es zunächst über den gesamten Betrieb mit all seinen Facetten, über die verschiedenen Herden (speziell die Bullen), um die Vermarktung und Presseauftritte. Spannend war noch, dass an dieser Veranstaltung überwiegend konventionelle Betriebe teilnahmen, das hätte ich echt nicht gedacht! Die Bilder von Bullen auf grünen Weiden mit Else vorneweg hinterließen aber mächtig Eindruck. Für mich waren die zwei Tage sehr interessant, weil ich durch Gespräche und die Referenten sehr viel über andere Betriebssysteme erfahren habe.

Ein echter Blick über den Tellerrand.

 
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